201003punkt11Schriftzug: www.hoeher-team.de

HOEHER TEAM CONSULTING GMBH

Ausbildung Coach

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Coaching-Verständnis

coachee2.jpgWas ist Coaching?

Coaching ist eine professionelle Begleitung auf Zeit, vornehmlich im beruflichen Kontext, die – wenn gewünscht – auch auf private Anliegen eingeht. Coaching unterstützt Sie mit dem Ansatz “Hilfe zur Selbsthilfe” bei persönlichen Entwicklungs- und Veränderungsvorhaben; das heißt, die eigenen Ressourcen – wie Potenziale, Talente, Fähigkeiten – zum Selbstmanagement (wieder) zu entdecken bzw. zielorientiert zu entwickeln. Coaching achtet auf Wirkungszusammenhänge an den Schnittstellen zwischen Person (z. B. Ihre persönlichen Motive, Interessen, Stärken und Schwächen), Organisation (z. B. Change-Projekte in Ihrer Organisation, Führungskultur, Hierarchie und Karrierechancen, Erreichen von Zielen) und Gruppe bzw. Team (z.B. Kommunikation, Kooperation und Konflikte). Coaching ist keine Therapie, kann aber z.B. in der Persönlichkeit liegende therapeutische Ansatzpunkte aufdecken, an denen der Klient mit anderer kompetenter Hilfe weiterarbeiten kann.

Was sind die ersten Schritte?

Nach einem unverbindlichen Erstgespräch, das dem beiderseitigen Kennenlernen dient, dem Vorstellen der Arbeitsweise und der einzusetzenden Methoden des Coaches (z.B. systemische Interventionen), dem Herstellen einer tragfähigen vertrauensvollen und verschwiegenen Arbeitsbeziehung, den zu erreichenden Zielen des Klienten, der Beratung darüber, ob Coaching die angemessene Arbeitsform der Personalentwicklung ist, entscheiden Sie als Klient in den nächsten Tagen unabhängig vom Coach, ob beide miteinander arbeiten können. Geklärt sind u.a. mit dem Erstgespräch, mit wie vielen Coaching-Treffen zu rechnen ist, wie die Settings zeitlich und räumlich gestaltet sein sollen, welche Ziele Sie individuell durch das Coaching erreichen wollen, woran Veränderungserfolge festgemacht werden und wie hoch das Honorar ist. Diese Informationen werden in einem Vertrag festgehalten.

Ihr Coach kann dabei, sofern Sie einverstanden sind, verschiedene Verfahren zur Unterstützung einsetzen, hier einige Beispiele:

  1. Respektvolles Hinterfragen Ihrer Grundannahmen, Urteile, bisherigen Vorgehensweisen und inneren Bilder sowie Experimentieren mit anderen Sichtweisen, Einschätzungen und Verhaltensweisen
  2. Herausarbeiten Ihrer Stärken, Kompetenzen und (verborgenen) Potenziale, z.B. mit potenzialdiagnostischen Verfahren (Selbsttests, Coachingkompetenzprofil, Fragebögen, Assessment, Rollensimulationen u.a.)
  3. Individuelles Verhaltenstraining und Anwendung wie Überprüfung in Ihrem Tagesgeschäft
  4. Shadowing: Begleitung in ausgewählten Situationen Ihres Arbeitsumfeldes und Vier-Augen-Feedback, mit gemeinsam durchdachten Veränderungshinweisen

coachee1.jpgErkennungsmerkmale guter Coaches

Einige wichtige “Erkennungsmerkmale” guter Coaches sind z.B.: Feldkompetenz (die Sprache des Klienten auch im beruflichen Kontextsprechen können), fachliche Kompetenz / Organisationswissen, vertiefte psychologische Kenntnisse, Lebens- und Berufserfahrung und “persönliche Reife”, eigene Führungserfahrung, Erfahrung mit Changeprozessen, überprüfbare Referenzen, eigene Weiterbildung, Präsenz im Gespräch, zielführende (systemische) Fragen stellen, Zuhören können, offene, kritische Überprüfung des eigenen Vorgehens, der eigenen Hypothesen und inneren Bilder, auch im Dialog mit Ihnen und einem eigenen Supervisor / Coach in der regelmäßigen eigenen Kontrollsupervision.

In welchen Fällen ist Coaching für mich sinnvoll?

Sie wollen sich neuen Herausforderungen, Veränderungen und Aufgaben stellen und wünschen, dass Ihnen jemand zuhört und Feedback gibt, der nicht in Ihren Fall verwickelt ist, während Sie Ihre Gedanken und Perspektiven (neu) sortieren (müssen). Sie möchten sich mit einem “kritischen Freund” diskret beraten. Sie wollen einfach besser werden und suchen neue Anregungen und Lösungswege, oder Tipps und Erfahrungen eines versierten Beraters als Experte/Expertin. Wenn Sie Bestätigung, Ermutigung oder Entlastung brauchen, oder ein konstruktives ehrliches Feedback als Führungskraft. Dies alles kann der Fall sein, z.B.

  1. in Vorbereitung von Kandidaten und Kandidatinnen auf Potenzialchecks (Assessments, Management Audits)
  2. bei der individuellen Karriereentwicklung, insbesondere im Zusammenhang mit Work-Life-Leadership und der Übernahme einer neuen (Führungs)Position (z.B. “die ersten 100 Tage”)
  3. bei der Verarbeitung von Krisen, Diskriminierungen und der Überprüfung eigener Werte und Ziele
  4. beruflicher Neuorientierung, z. B. Outplacement / Newplacement
  5. bei der Führung von MitarbeiterInnen, z. B. bei Konflikten, Motivation und Kommunikation, Beziehungsgestaltung, Teamwork, Zielerreichung, Projektmanagement
  6. in der Zusammenarbeit mit KollegInnen, z. B. im Spannungsfeld zwischen Kooperation und eigenen Durchsetzungsstrategien

Wie nützt Coaching meiner Organisation / meinem Unternehmen / meinem Team?

Coaching unterstützt das Lernen von Einzelnen als auch von größeren Systemen, z. B. Gruppen / Teams und größeren Organisationseinheiten / Subsystemen, wenn die entsprechenden Maßnahmen sinnvoll und systematisch aufeinander bezogen sind. Beispiele aus der Beratungspraxis des HOEHER Teams sind systemisch-businessorientierte Coachingausbildungen von (internen) Coaches und Change Agents, das Coaching von Führungsspitzen oder von Konfliktparteien (Konflikt-Coaching), Vertriebscoaching der Führungskräfte ganzer Geschäftseinheiten sowie die Kombination von Einzelcoachings mit Trainings und Kollegialer Beratung im Rahmen von Changemanagement-Prozessen. So steht Coaching als “Change Coaching” im Zusammenhang mit den Konzepten zur Lernenden Organisation.

Welche Qualitätsstandards können Sie erwarten?

Der Deutsche BundesVerband Coaching e.V. in Frankfurt am Main – www.dbvc.de – dem sich das HOEHER Team als Berufsverband angeschlossen hat (Dr. Peter Höher und Friederike Höher sind Senior Coaches DBVC), definiert für seine Mitglieder Qualitätsstandards, die für unsere Arbeit verbindlich sind. Darüber hinaus orientieren wir uns an den wissenschaftlichen FCG-Qualitätsstandards für Coaches der Forschungsstelle Coaching-Gutachten der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg www.coaching-gutachten.de. Für unsere Kundenbeziehungen und Beratungsarbeit gelten weitere eigene Qualitätskriterien.

Wissenschaftlicher Hintergrund des HOEHER Team Coaching-Verständnisses

In der Dissertation von Dr. Peter Höher, die einen mehrjährigen, Coaching basierten Changeprozess aus der eigenen Beratungspraxis theoretisch aufarbeitet, wird Coaching als Methode der Lernenden Organisation wissenschaftlich begründet. Für den wissenschaftlichen Diskurs gilt darin die folgende Definition:

Coaching ist eine individuelle, zeitlich befristete, vertrauensbasierte sowie auf einer professionellen Beratungsbeziehung beruhende pädagogische Intervention und pädagogische Interaktion. Es werden schwerpunktmäßig berufsrelevante Anliegen des Klientensystems lösungs- und ressourcenorientiert bearbeitet. Coaching intendiert, die Selbstführungskompetenz und Steuerungsfähigkeit des Klientensystems im Zusammenhang mit organisationalen, gruppenbezogenen und / oder individuellen Veränderungsprozessen und ihren Konsequenzen für die Person im Verhältnis zu ihren Fähigkeiten, Werten und Beziehungen sowie den organisationalen Zielen (auch im Sinne einer Verbesserung von Work-Life-Leadership) in Prozess- wie Expertenberatung zu stärken, so dass sich ihr Handeln (oder Nicht-Handeln) erfolgsrelevant auswirkt. Coaching ist eine kulturspezifische Arbeit an der sozialen Konstruktion individueller, kollektiver und organisationaler Identität.
Change Coaching sind systematisch aufeinander bezogene pädagogische Interventionen auf der individuellen -, Gruppen- und Organisationsebene im Kontext von Changeprozessen in Organisationen, die das Gesamtsystem bei seiner Neuausrichtung und Anpassung an veränderte Umweltbedingungen unterstützen. «
(Höher, P. [2007], Coaching als Methode des Organisationslernens. Bergisch Gladbach: Edition Humanistische Psychologie EHP-Verlag)

Dieses Coaching Verständnis wird in der Forschungsarbeit vor dem Hintergrund eines systemisch-konstruktivistischen Beratungsverständnisses reflektiert. Von Relevanz sind ebenso einige Konzepte aus der Humanistischen Psychologie und der Dialog-Ansatz.

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